Es ist schon wieder soweit, in der kommenden Nacht werde ich wieder vom Boden abheben, auch hinter Neuseeland einen Haken machen und nach 10 Stunden Flugzeit in Singapur landen. Die Zeit verging aber in den letzten Wochen schon wie im Flug – daran liegt es wohl auch, dass der letzte Blogeintrag bereits 3 Wochen zurückliegt. Inzwischen bin ich weiter Fahrrad gefahren und habe dabei den höchsten Highway Neuseelands bezwungen, bin mit dem TranzAlpine Railway über den Arthur’s Pass gerollt, habe ein Wohnmobil nach Auckland zurück chauffiert und bin mit der Fähre hinaus zum Rangitoto Island (bei Auckland) geschippert.
Kurz nach meinem letzten Blogeintrag habe ich aber zuerst einmal in meinen Geburtstag reingefeiert und ein paar schöne Tage in Queenstown (meiner Lieblingsstadt in Neuseeland) und Wanaka verbracht. Die Weiterfahrt mit dem Bus führte an wunderschönen Wasserfällen vorbei über den Haast Pass zum Franz Josef Glacier Ort. Hier habe ich ein paar Nächte in Wohngemeinschaft mit Uruguayern verbracht, bevor ich auf meine letzte 4-tages Tour entlang der Westküste der Südinsel gestartet bin. Die ist eine der weniger Besiedelten Ecken Neuseelands und bot viel schöne Natur entlang der Straße.
Nachdem ich meinen letzten Radtag vollendet und mir die Pancake Rocks angeschaut habe, geht es mit dem schon angesprochenen Zug durch die (bei gutem Wetter sicherlich noch schönere) Mitte der Südinsel. In Christchurch habe ich dann ein großes Wohnmobil übernommen, das ich kostenlos (nur Sprit etc.) nach Auckland zurückführen sollte. So konnte ich mir noch die Westküste der Nordinsel ein wenig anschauen, die allerdings leider im Nebel versank. Unterwegs habe ich noch ein polnisches Pärchen aufgesammelt, so dass wir eine Nacht insgesamt zu viert waren. Nach zwei Nächten alleine im Wohnmobil war ich dann am Samstag wieder zurück in Auckland und habe hier noch ein paar Dinge angeschaut, die ich vorher noch nicht gesehen hatte – zum Beispiel die Rangitoto Insel, einer der jüngsten Vulkane hier.
Nun sitze ich gerade noch im Hostel, in dem ich meine ersten Nächte in Neuseeland verbracht habe, und werde gegen Abend in den Bus zum Flughafen steigen. Momentan kommt es mir noch sehr unwirklich vor und ich bin gefühlt auch gestern erst hier angekommen. Es waren wieder 3 ganz intensive Monate in einem Land, das sich irgendwo zwischen europäischem Erbe und nordamerikanischem Einfluss bewegt (aber dazu später mehr). Ich freue mich nun aber auch auf die kommende Woche in Singapur und die neuen Eindrücke dort. Und es steigt auch die Vorfreude auf ein dauerhaftes Bett und die ganzen wunderbaren Menschen in der Heimat, auch wenn ich trotz Weihnachtsdeko hier die Vorweihnachtszeit noch nicht ganz wahrhaben kann.








