Mein neuer Reisebegleiter!

Darf ich vorstellen: Fuji Touring mit Deore Schaltwerk und langlebigem Stahlrahmen. Seit einer guten Woche mein neuer, schwer beladener Reisebegleiter. Bereits knappe 300 Kilometer haben wir in 5 Tagen miteinander verbracht  und dabei 2312 Höhenmeter in 24,5 Stunden bezwungen. Wie das so war?

Der Hintern ist mit keiner Sitzposition zufrieden, jeder Muskelstrang im Ober- und Unterschenkel bittet um Beachtung, die Hände schalten ab und an auf taub, Schweiß- oder Regentropfen seilen sich von der Wange ab und bei jedem Anstieg fragt man sich: warum das alles. Aber dann entdeckt man auf dem Gipfel die wunderschöne Abfahrt mit atemberaubender Aussicht, nimmt die Kühe und Schafe auf den Wiesen wahr, die einem wie Schaulustige hinterherschauen, und es wird klar, warum. Es ist ein einzigartiges Erlebnis, unglaublich nah und unglaublich intensiv.

Wie es dazu kam: Während meiner Mietwagen-Reise durch die USA wurde mir bewusst, wie viel angenehmer die Flexibilität insbesondere auf dem Land ist, wenn man nicht abhängig von Bussen und Bahnen ist. Ich wollte aber zum Einen nicht noch einmal so viel Geld für einen Mietwagen ausgeben und zum Anderen auch mehr an die Umwelt denken. Außerdem hat mich die Herausforderung gereizt, die bergige Landschaft hier mit einem Fahrrad und eigener Muskelkraft zu erkunden – und dabei unglaublich flexibel zu sein.

So habe ich die letzten Wochen einiges an Equipment angeschafft und bin mit meinem Camping- und Biking-Equipment auf die große Tour gestartet. Zwischendurch werde ich auch mal den Bus nehmen, um gefährliche oder uninteressantere Strecken zu überbrücken. Bei aller Anstrengung und dem Genießen der Aussicht (sofern es nicht wie am ersten Tag 5 Stunden durchgehend regnet) gilt nämlich „högschte“ Konzentration – Radwege oder ähnliches sind hier sehr rah gesät.

Die Landschaft hier ist einfach atemberaubend und auch wenn es etwas wärmer und manchmal trockener sein könnte, freue ich mich tierisch darauf weitere Teile dieses Landes zu erkunden und noch mehr Einheimische kennen zu lernen. Inzwischen bin ich nördlich von Whangarei angekommen, habe hier zwei Tage bei einem Einheimischen pausiert und werde morgen weiter Richtung Cape Reinga aufbrechen. Nächste Woche geht es dann zurück nach Auckland und Richtung Osten.

Mit das Beste im MOTAT Museum in Auckland

Mit das Beste im MOTAT Museum in Auckland

Gottesdienst bei LIFE in Auckland

Gottesdienst bei LIFE in Auckland

Kurze Regenpause in einer Bushaltestelle

Kurze Regenpause in einer Bushaltestelle

Waipu Cove

Waipu Cove

Meine aktuelle Aussicht vom Schlafplatz

Meine aktuelle Aussicht vom Schlafplatz

Der Ausblick nach einem langen Anstieg auf einem Kiesweg (und einem misslungenen Ausflug zu den Waipu Caves, die überflutet waren) - das belohnt!

Der Ausblick nach einem langen Anstieg auf einem Kiesweg (und einem misslungenen Ausflug zu den Waipu Caves, die überflutet waren) – das belohnt!

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